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Brief- und Paketdienstleistung - Mehrwert durch mehr Leistung


Verschiedene Faktoren bedingen eine verringerte Kundenfrequenz in den Geschäftsstellen der Banken. Der Kundenberater hat kaum mehr die Chance, mit dem Kunden direkt in Kontakt zu treten. Dieser direkte Kontakt rückt aber heute, in der Zeit ähnlicher Produkte und Preise, als zentrales Kundengewinnungs- und Kundenbindungsinstrument in den Mittelpunkt.

Anbieten von Post- und Identleistungen in der Bank


Eine Möglichkeit zur Erhöhung der Kundenfrequenz in Bankfilialen ist das Anbieten von Post- und Identleistungen. Briefe und Pakete aufzugeben, auch im Internet-, E-Mail- und SMS-Zeitalter, ist als noch immer wesentlicher Bedarf einzustufen.


Die Post schließt in naher Zukunft nahezu alle kleinen eigenen Standorte und wandelt sie in Finanzcenter, Postpoints bzw. Postagenturen um. Insbesondere die Postagentur ist oftmals nicht kundenfreundlich, was sich an den Warteschlangen, an dem unzureichenden Know-how der Agenturbetreiber und an der einfachen Ausstattung leicht feststellen lässt. Des Weiteren sind häufig Klagen seitens der Agenturbetreiber über die Vergütung zu vernehmen: Sie verdienen wenig, tragen aber die Risiken.


Da die Retailbanken über ein dichtes Geschäftsstellennetz verfügen, bietet sich an, Post- und Identleistungen privater Dienstleister anzubieten, um damit die Attraktivität der Geschäftsstelle für den Kunden zu erhöhen.


Identifikation am POS und Teilnahme am neuen digitalen Briefmarkt (De-Mail)

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E-Mail und Internet verändern das Kundenverhalten. In nahezu allen Bereichen, so auch im Briefgeschäft, schreitet die Digitalisierung fort.


Für Filialbanken eröffnet sich die Möglichkeit, neben der Annahme von Briefen und Paketen zusätzlich Identleistungen anzubieten und gleichzeitig am neuen digitalen (Brief) Markt teilzunehmen. Der Mehrfacheffekt: Der neue „Internet Brief“ optimiert bankinterne Prozesse, senkt Kosten, schafft zusätzlich Kundenfrequenz, z.B. durch das Ident-Verfahren am Bankschalter, und eröffnet neue Geschäftsmodelle.


Die Bankfiliale als Registrierstelle zur Identfikation von Antragstellern, beispielweise bei De-Mail, bietet den Regionalbanken folgende Vorteile:

  • Alternativangebot zur Deutsche Post AG
  • Erhöhte Kundenfrequenz
  • Mehrwert für die beteiligten Projektpartner und (Bank)Kunden
  • Das Ident-Verfahren passt hervorragend in das Konzept der Mehrwert(post)filiale
  • Erzielung von zusätzlichen Erträgen
  • Profitieren von neuen Märkten für das klassische Bankgeschäft
  • Bessere Auslastung vorhandener Ressourcen


Auch für den Bankkunden enthält die vorgeschlagene Lösung Vorteile:


  • Er kann den Bankbesuch mit der Inanspruchnahme von Brief- und Paketangeboten verbinden
  • Kurze Wege zur Bank „Post“ aufgrund des dichten Filialnetzes


Im Kern geht es darum, dass Kunden die Bankfiliale (wieder) öfter betreten. Gelingt es, bundesweit postalische Leistungen (klassische und digitale) mit der entsprechenden Qualität in Regionalbanken zu implementieren, so lassen sich nennenswerte Präferenzen sowohl im Privatkundenbereich als auch in den Segmenten Geschäfts-, Gewerbe- und Firmenkunden schaffen. Vorteilhaft ist der Rückzug der „gelben“ Post aus der Fläche.


Die Einführung des neuen Personalausweises und der elektronischen Gesundheitskarte sind weitere Anwendungsbeispiele, die zukünftig umfassende Identleistungen erforderlich machen.


Niedrige Kosten der Integration von Post- und Paketdienstleistungen


Die Mehrheit der Kunden ist fixiert auf Postleistungen gleich „gelbe Post“. Das Aufkommen an Briefpost und Paketen in den Filialbanken dürfte anfangs niedrig sein, da der Marktanteil der Wettbewerber der „gelben Post“ noch niedrig ist und die Zustellgebiete privater Anbieter bislang nicht bundesweit sind.


Auch bleibt bei der Bank nur eine geringe Marge vom Briefporto oder der Paketgebühr. Deshalb scheiden in der Bankfiliale separate und aufwendig gestaltete Shops, die durch bankfremde Mitarbeiter betrieben werden, in der Regel aus. Durch die Hinzunahme von Identleistungen als hochwertige Dienstleistung lässt sich die erzielbare Marge jedoch verbessern.


Die Bedienung von Post-Kunden erfolgt am besten durch „eh da“-Bankmitarbeiter, da dann direkt in das Kerngeschäft „Bank“ übergeleitet werden kann.


Investitionen für die Integrierung der Post- und Paketdienstleistungen sind überschaubar und niedrig, bspw. durch einen Post-Point im Kundenraum, die Vorteile im Ringen um neue Kunden sind jedoch offensichtlich.